Stichting Laka

Publicatie Laka-bibliotheek:
Luftchemie und Radioaktivitaet (1987)

AuteurRoland Kollert
Datumnovember 1987
Classificatie 6.01.2.12/03 (KE & ZURE REGEN (BOSSTERFTE))
Voorkant

Uit de publicatie:

0. Zusammenfassung

Diese Studie behandelt die 'luftchemische Wirkungshypothese' über eine indirekte 
Schädigung von Wald durch ionisierende Strahlung. Begründet worden ist die 
Hypothese durch den Verfasser im Buch 'Waldschäden durch Radioaktivität?' 
(November 1985). Sie besagt im Kern, daß die natürliche ionisierende Strahlung, 
vermutlich in synergistischem Zusammenwirken mit der Ultra-violett- Strahlung der 
Sonne beiträgt zur Bildung von saurem Regen und/oder von Oxidantien. Im Buch 
wurde gezeigt, daß im Nahbereich von Kernkraftwerken der natürliche Strahlenpegel 
durch routinemäßige Freisetzungen radioaktiver Edelgase zeitweise deutlich erhöht 
werden kann. Diese verstärkte Luftionisation könnte die luftchemischen Prozesse 
beschleunigen, die aus Schwefel-, Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen 
Waldschädigende Oxidantien und Säurepartikel bilden. Insofern bietet die 
luftchemische Wirkungshypothese eine Ursachenerklärung an für die erhöhten
Waldschäden, die Reichelt, Stahel und Hünerwadel im Zeitraum 1983 - 1985 in der 
Umgebung einiger deutscher und schweizerischer Kernkraftwerke gefunden haben. 
(Die Zusammenfassung der luftchemischen Wirkungshypothese aus dem Buch 
'Waldschäden durch Radioaktivität?' findet sich am Ende dieses Abschnitts.)

Seit dem Erscheinen von 'Waldschäden durch Radioaktivität?' ist die Hypothese 
von zahlreichen Forschungsinstitutionen kritisiert worden. In wieweit diese 
Kritik stichhaltig ist, wird in der vorliegenden Studie untersucht.

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