Stichting Laka

Publicatie Laka-bibliotheek:
Atomtechnik als Instrument Westdeutsche Nachkriegs-Aussenpolitik (2002)

AuteurRoland Kollert
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Datum2002
Classificatie 2.01.0.00/77 (DUITSLAND - ALGEMEEN)

Uit de publicatie:

Zum 40-jährigen Bestehen der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler 1999

Die VDW wurde 1959 in Berlin von einer Gruppe prominenter Atomwissenschaftler 
gegründet, unter ihnen die Nobelpreisträger Max Born, Otto Hahn, Werner Heisenberg 
und Max von Laue. Die Gruppe war fast personengleich mit den "Göttinger 18", die 
sich zwei Jahre zuvor öffentlich gegen die Atomwaffenpläne der Adenauer-Regierung
ausgesprochen hatten. "Göttinger Erklärung" und Gründung der VDW waren beide 
Ausdruck eines neuen Verantwortungsbewußtseins der Naturwissenschaftler nach dem 
Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Aus dieser „Anwendung“ der 
Uranspaltung ergab sich für viele fortan die Verpflichtung, als Wissenschaftler,
auch in der Grundlagenforschung, über die möglichen militärischen, politischen und 
ökonomischen Implikationen und Mißbrauchsmöglichkeiten der Erkenntnisse zu 
reflektieren und zu informieren.

Roland Kollert zeigt in der vorliegenden Studie, daß von der Adenauer-Regierung 
mehr angestrebt worden ist als die Ausrüstung der jungen Bundeswehr mit taktischen 
Atomwaffen. Adenauer, Strauß u.a. waren darauf aus, eine bundesdeutsche Kapazität 
zur Produktion von Atomwaffen zu schaffen. Mit der Entwicklung der 
Atomtechnologie für zivile Zwecke wurde die militärische
Option zunächst ermöglicht und später offengehalten.

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